Opening: 19.02.
Exhibition: 20.02. till 27.03.2026

Die Ausstellung Etched in Memory zeigt Werke, die sowohl in jüngerer als auch in ferner Geschichte verwurzelt sind und auf unterschiedliche Formen von Nostalgie verweisen.

Trotzenkos Arbeiten zeigen eine künstlerische Untersuchung verschiedener Bezüge auf die antike griechische Kultur als Ideal. Diese Bezüge sind opportunistische Nachahmungen, die auf materielle Gewinne oder politische Wirkungen abzielen.

Die Installation von Palyvoda verwendet kalte und künstliche Materialien, um ein zutiefst persönliches und gefühlvolles Ereignis darzustellen; sie teilt ein persönliches und nostalgisches Gespräch in einem Garten über friedliche und gute Zeiten.

Aichinger erforscht in der Installation „to be or not to be (butch)“ das Dazwischen von Identitäten und bezieht sich dabei auf den gleichnamigen Essay von Clark Henley. Körper und Bedeutungen entziehen sich hier einer klaren Definition; die versteinerten Hüllen von Kleidungsstücken besetzen den Raum als Überreste von Körpern, von Liebenden, die sie einst füllten.

Etched in Memory handelt von Nostalgie als etwas Totalem und Abgeschlossenem: Die mythologische Vergangenheit ist geschlossen, idealisiert und archiviert, betrachtet als vollendetes kulturelles Objekt. Doch Nostalgie kann auch intim und gefühlvoll sein: eine persönliche Erinnerung, in der Zeit versiegelt, die aufgrund ihrer emotionalen Wärme erneut aufgesucht wird. Oder Nostalgie wird instabil und unabgeschlossen: Die queere Vergangenheit der 1970er Jahre wird nicht als etwas Verlorenes erinnert, sondern als eine sich weiterhin entfaltende Linie, die nach vorne reicht.

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The show Etched in Memory features artworks with roots in recent and distant history hinting on different ways of being nostalgic.

Trotzenko’s works feature an artistic investigation of various appeals to ancient Greek culture as an ideal. His drawings and his research collected between 2017 and 2021 presents a variety of opportunistic imitations in hopes of material gains.

The sound installation of Palyvoda is using cold and artificial materials to portray a heartfelt and personal experience, her installation is sharing a personal and nostalgic conversation in a garden about peaceful and good past times.

Aichinger’s ceramics are staging an exploration of in-betweenness–of identities, inspired by the essay “To be or Not to be (Butch)” from Clark Henley. Bodies and meanings that resist clear definition, the petrified husks of clothes occupy space as remnants of bodies, lovers that once filled them.

Etched in Memory is about nostalgia being total and resolved: the mythological past is closed, idealized, and archived, approached as a finished cultural object. Nostalgia can be intimate and heartfelt: a personal memory, sealed in time, revisited for its emotional warmth. At the same time Nostalgia becomes unstable and unfinished: the queer past of the 70s is recalled not as something lost, but a still-unfolding lineage that reaches forward.


︎ Ju Aichinger    
︎ Anzhelika Palyvoda 
︎ Leo Trotsenko